SCHAUEINS | Schaufensterausstellung

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Fotos © Verena Mayrhofer, Andreas Baumgartner

AUSSTELLUNG
Veronika Harb veronikaharb.com
David Kapl instagram.com/d_a_k_aple/
Josepha Krüger
Anna Weberberger instagram.com/wwweberberger/

KONZERT
Polly Mehr www.soundcloud.com/polly_mehr
Dynamore dynamore.soundstudies.at

ERÖFFNUNGSWORTE
Jakob Dietrich memphis, qujochÖ, LINZ FMR

Ein Schaufenster dient der Betrachtung, nicht dem Betreten. Es übermittelt eine Nachricht. Das Schaufenster ist ein Raum „dazwischen“, weder außen, noch innen – es fungiert als ein Medium, ist mit einer Membran vergleichbar, die zwischen öffentlichem und privaten Raum schwingt.

Eröffnung: Fr, 18. November – 19 Uhr
Dauer: Sa, 19. November – Sa, 31. Dezember 2022

Veronika Harb – WHO CARES? Sorge mit Hüftanspruch (Installation)

Die raumgreifende Installation basiert auf ausrangierten Fahrradschläuchen, die im Prozess Schlauch für Schlauch zu einem flexiblen Geflecht geschlungen und gespannt werden.
Teil des Konzepts ist es, mögliche tragende Stellen für die Verankerung vor Ort zu finden, und keine baulichen Maßnahmen in der Umgebung dafür zu setzen. Der Ort beeinflusst das Werk somit formgebend. Inversiv setzt das Geflecht sein chaotisches Wachstum durch vorgefundene Spalte im Boden hindurch, gestützt von Ankerpunkten an der Fassade, im Außenraum fort. Gleichsam ist es Träger eines
eines fest geflochtenen Schlauch-Objekts, das schwer im Geflecht liegt und mit seinen Ausläufern den Boden erreicht und in den erweiterten Raum ragt.
Eine Scheibe des Schaufensters, die dem Zentrum des Geflechts im 90°Winkel abgewendet ist, trägt den Foliendruck der Nahaufnahme eines Knotens. Dahinter ist im Inneren des Schaukastens ein Druck auf Fahnenstoff mit Elementen des österreichischen Mutter-Kind-Passes sichtbar.

Veronika Harb ist Bildende Künstlerin, Performerin und freischaffende Kostümbildnerin. In ihrer letzten Installationen schlingt sie Schlauchgeflechte an fremden Verankerungspositionen raumübergreifend und setzt sie Zerreißproben aus – geprägt von der Auseinandersetzung mit werdender Mutterschaft. Sie lebt in Wien und studiert derzeit Bildende Kunst / Bildhauerei und Transmedialer Raum an der Kunstuniversität in Linz.

https://www.veronikaharb.com
https://www.instagram.com/veronika.harb/
https://www.facebook.com/veronika.harb

David Kapl – Floating Windows (Soundinstallation)

Floating Windows ist eine Sound unterstützte Rauminstallation, die aus sich im Raum ausbreitenden Pipelinerohren besteht, durch die atmosphärischer Wasser-Straßenlärm gepresst wird. Es entsteht ein globales Netz, welches anmutend holistische Auswüchse annimmt und durch seine Materialwahl die Instabilität eines Gefüges thematisiert.
Die Pipelinerohre bestehen aus Karton, Textil und Kunststoffen und werden mit einem in der Industrie verwendetem Flanschsystem verbunden. Durch das Überlappen verschiedenfarbiger Geräuschaufnahmen entsteht eine graue Geräuschkulisse, welche nach Außen geleitet wird und zum Lauschen einlädt.

David Kapl, geboren 1992 in Linz, lebt und arbeitet in Linz und Bad Leonfelden. In seinen Arbeiten verbindet er Performances mit räumlichen Installationen, die das Publikum aktiv zur Interaktion anregen. In den meisten Fällen stellen die betrachtenden Personen selbst einen Teil des Kunstwerkes dar. Durch die Betrachterinnen transformieren sich skulpturale statische Arbeiten in soziale dynamische Geflechte. Da der Einsatz bestehender Werkstoffe einen essentiellen Punkt in seiner Konzeptarbeit einnimmt, wird die Sprache des Materials auf eine Ebene der Empfindungen übertragen.

www.facebook.com/david.kapl.5
www.instagram.com/d_a_k_aple/

Josepha Krüger – Straßenhaut (Installation)

Der hohe Bodenverbrauch, auch Flächenfraß, ist eines der dringlichsten Umweltprobleme unserer Zeit. In Österreich werden täglich 11,5 ha (Umweltbundesamt: 2021) verbaut, das entspricht einer Größe von 12 Fußballfeldern. 41 Prozent dieser Flächen werden mit einer wasser- und luftundurchlässigen Schicht, wie Asphalt oder Beton überzogen und versiegelt – der darunterliegende Boden stirbt ab.
In Straßenhaut werden Spuren und Strukturen dieser Versiegelung, aber auch deren Risse und Zwischenräume, die durch Abnutzung und Witterung entstehen in Latex festgehalten. Wie Asphalt und Beton verfärbt sich Latex durch Umwelteinflüsse, wird spröde und bekommt Risse, zeigt wie Haut Spuren von Alterungsprozessen. Anders als Asphalt ist Latex eine hautähnliche Gestalt und Körperlichkeit durch seine ledrige, weiche Haptik eingeschrieben.
Die Haut als Schnittstelle zur Außenwelt, umgibt den Körper schützend als Hüllorgan, Leben und Abnützung schreiben sich in ihre Oberfläche ein. Der Werkstoff ist symbolischer Träger von Zeitlichkeit. Die vergängliche und veränderte Charakteristik des Straßenbelags veranschaulicht als organische Straßenhaut eine Transformation von Orten und Böden – ein topografisches Hybrid zwischen Außen- und Innenraum.

Josepha Krüger studiert textil.kunst.design im Masterstudiengang an der Kunstuniversität Linz. In ihren Arbeiten wird der Fokus auf die unmittelbare Umwelt im städtischen Raum gelenkt, die im Alltag meist ungesehen bleibt. Abdrücke, Oberflächen und Strukturen werden in Zusammenhang von Materialität und Zeitlichkeit gesetzt. Durch das Herausarbeiten und Entkoppeln der Ausschnitte aus ihrer natürlichen Umgebung wird eine Bedeutungsebene frei gelegt, die den Objekten eine neue Dimension und Sichtbarkeit verleiht.

Anna Weberberger – In case of emergency (Installation)

Ein Nothammer hängt an der Wand des Schaufensters. Dessen Scheibe trennt dich und den
Hammer. Um die Funktion des Hammers auszuführen, muss zuerst die Scheibe eingeschlagen werden. Der Impuls, das Glas zu zerstören, kann dich beim Blick ins Schaufenster ebenso überkommen wie die Frage, wer hier eigentlich wen rettet — du den Hammer oder doch der Hammer dich vor dem alltäglichen Sog des Kapitalismus?

Raumstrategin, Künstlerin, Gestalterin, Prototyp-Bauerin im Spannungsfeld von Praxis und Recherche, Sozio-Ökonomisch-Politischem, Konzeptkunst und künstlerischem Urbanismus. Die teilnehmende Beobachtung interveniert im (öffentlichen) Raum und verschiebt so die räumlichen Bedingungen.
Gesellschaftliche Zusammenhänge werden aus ironischen Blickwinkel betrachtet, Vorhandenes in (im-)materieller Form wird sich angeeignet und neu codiert. Der Rückgriff auf das Ready-made ist logischer Bestandteil einer banal-alltäglich, implizit kritischen Kunst, die sich vorwiegend installativ und performativ ausdrückt.

POLLY MEHR
Polly Mehr ist das Solo Projekt der Künstlerin Julia Vogt (auch Sängerin und Texterin der Riot Grrrl Punk Band Musheen). Stimmlich zeigt sie sich von ihrer melodischeren Seite, begleitet von geloopten Lo-Fi Synthiklängen.
https://www.soundcloud.com/polly_mehr

DYNAMORE
Das Duo Dynamore verfolgt und feiert nach beinahe zwanzigjähriger Tätigkeit immer noch das Konzept der freien Improvisation. Beinahe zum Stillstand gebrachte Stimmbänder und Plattenlaufwerke werden mit durchaus kraftvollen Passagen und tiefen Lärmfurchen kontrastiert. Ganz Mutige tanzen sogar dazu.
http://dynamore.soundstudies.at/

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Additional Details

Zusammenfassung

Veronika Harb | David Kapl | Josepha Krüger | Anna Weberberger | Polly Mehr | Dynamore

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Date And Time

18.11.2022 // 19:00 to
31.12.2022
 

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